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Willkommen

auf der Webseite des Aktionsbündnisses für bessere Zugverbindungen für die Region Ingolstadt (ABZI). Hier erhalten Sie umfangreiche Informationen zum Bahnknoten Ingolstadt Hauptbahnhof, der im Herzen Bayerns liegt und deshalb aufgrund seiner zentralen Lage im Freistaat Zugreisenden aus weiten Teilen Bayerns attraktive Umsteige- und Weiterreiseverbindungen im Schnienenpersonennah- und Schienenpersonenfernverkehr bieten könnte.

Für die über 126.000 Einwohner der Stadt und die etwa 460.000 Einwohner der Region (Stadtgebiet und umliegende Landkreise) ist der Bahnknoten Ingolstadt Hauptbahnhof ohnehin der einzige ICE-Halt der näheren Umgebung, während die übernächsten ICE-Bahnhöfe München Hbf und Nürnberg Hbf mit dem Regionalexpress erst in etwa einer Stunde erreichbar sind.

Gleichwohl behandelt die Deutsche Bahn den Bahnknoten Ingolstadt Hauptbahnhof bisher nur stiefmütterlich. Sie lässt dort reihenweise ICE-Züge ohne Halt durchrauschen, verschlechtert damit das Fernverkehrsangebot unnötig und verknüpft die Züge des Nahverkehr mit denen des Fernverkehrs nur unzureichend, sodass in Ingolstadt Hbf insbesondere zur halben Stunde keine vernünftigen Anschlüsse bestehen und deshalb viele Reisende aus den Landkreisen Dachau, Pfaffenhofen und Eichstätt, die dann planmäßig mit der Regionalbahn in Ingolstadt Hbf ankommen, dort keinen direkten Anschluss an den ICE-Fernverkehr haben.

Hintergrund

Der deutschlandweite Vergleich zeigt, dass es keineswegs normal ist, dass ICE-Züge in Großstädten ohne Halt durchfahren. Für die Reisenden aus der Region Ingolstadt ist dies nicht nur mit geringfügigen Unannehmlichkeiten verbunden, vielmehr werden sie von den Reisezielen der durchfahrenden Züge abgeschnitten, zumal die Bahn als Ersatz hierfür auch keine vernünftigen Umsteigeverbindungen anbietet.

Außerdem hat das Nichthalten der Züge einer wichtigen Fernverkehrslinie exponentielle Auswirkungen auf weitere Fernreisen von und nach Ingolstadt. Um den Münchenern gute Anschlüsse in Nürnberg anbieten zu können, hat die Bahn nämlich zwischen beiden Städten einen ICE-Halbstundentakt eingeführt. Die Region Ingolstadt bleibt dabei außen vor und hat dadurch schlechtere Anschlüsse in Nürnberg.

Anlässlich eines Fußballspiels der Eintracht Frankfurt in Ingolstadt haben wir die Bahnverbindung Frankfurt-Ingolstadt einem kleinen Stresstest unterzogen und erschreckende Ergebnisse erhalten. Völlig unbefriedigend ist auch, dass es im Regionalverkehr auf der nachfragestarken Relation München-Ingolstadt mit dem München-Nürnberg-Express nur für die größeren Stationen und nur jede zweite Stunde eine schnelle Verbindung in die Landeshauptstadt gibt, während der stündliche Nahverkehrszug mit Fahrzeiten von über eine Stunde viel zu langsam ist.

Neuigkeiten

Jetzt ist es amtlich: eine Studie des Instituts für Wirtschaft und Verkehr der TU Dresden hat die schlechte Erreichbarkeit Ingolstadts auf dem Schienenwege im Vergleich zu den anderen Großstädten Deutschlands bestätigt. In diesem Ranking landet Ingolstadt nämlich im hinteren Drittel auf Platz 57. Den ersten Platz belegt übrigens wenig überraschend Frankfurt am Main.

Warum es für Reisende aus der Region Ingolstadt „gute und schlechte Züge“ gibt und warum sich Ingolstädter manchmal durchaus aus als so genannte „Fahrgäste dritter Klasse“ fühlen müssen, ist auch in dem neuen Bahnbuch „Der Anschlusszug kann leider nicht warten“ von den „senk ju vor träwelling“-Bestsellerautoren Lutz Schumacher und Mark Spörrle nachzulesen. Ab Seite 202 findet sich in diesem Buch nämlich eine lustige, auf wahre Begebenheiten beruhende Geschichte von einer Bahnreise zwischen Ingolstadt und Frankfurt am Main.

In seiner Ausgabe vom 13.12.2011 berichtete auch der Donaukurier über die unzureichenden ICE-Verbindungen am Ingolstädter Hauptbahnhof sowie in diesem Zusammenhang über die Initiative ABZI. Der Donaukurier portraitierte dabei ferner Robert Schumacher, einen engagierten Bahnfan, der ABZI ins Leben gerufen hat, um Verbesserungen im Bahnverkehr für die Region Ingolstadt zu erreichen.

Im „Stadtgeflüster“ vom 28.12.2011 berichtete der Donaukurier erneut über die „Schnellbahn, die oft zu langsam und leider noch öfter an Ingolstadt vorbei fährt, ohne zu halten“. Dieser Zeitungsartikel gibt außerdem einen kleinen Einblick in das Taschenbuch „Der Anschlusszug kann leider nicht warten“ und erwähnt insbesondere die in diesem Buch enthaltenen Abenteuer von ABZI-Gründer Robert Schumacher bei seinen „unzähligen Expeditionen“ auf der ICE-Strecke München–Ingolstadt– Nürnberg–Frankfurt.


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